Die Armen huldigen dem heiligen Wenzel
Erstellungsdatum Jahre 1710-1720
Abmessungen Höhe 945 cm, Breite 765 cm
Material/Technik farbige Grundierung Leinwand Öl Technik
Ort der Exposition Hauptschiff Südwand über den ersten von Osten ausgehenden Bogengang
Beschreibung: Ein auf eine Leinwand gemaltes Bild in Form eines vertikal positionierten Rechtecks. Die Komposition zeigt den heiligen Wenzel, den tschechischen Prinzen, der zu den Armen kommt, die ihm dankbar für ihre großzügigen Gaben huldigen. Eine mehrfigurige Szene mit Figuren in verschiedenen Posen. Das Ganze spielt sich vor den braunen Wänden des Raumes ab. Auf der rechten (vom Betrachter aus gesehen) Seite der Komposition befindet sich eine Wand mit einem Portal, das perspektivisch perspektivisch dargestellt ist. Über dem Portal, hoch oben in der Ecke der Komposition, befindet sich ein Regal mit einem Gefäß und einer umgebundenen Tasche. Unten, im Hintergrund, befindet sich die Ecke des Raumes. Die Wand im Hintergrund, parallel zur Bildebene, ist teilweise durch eine Hängeleine mit trocknender Wäsche verdeckt. Nahe dem linken Rand des Bildfeldes ist oben ein verglastes Fenster abgebildet (sichtbar sind zwei rechteckige Felder, von denen das untere höher ist und zusätzlich durch schmale Lamellen in kleinere Quadrate unterteilt ist). Vor dem Fenster ist eine Landschaft zu sehen. Unterhalb des oberen Bildrandes sind weißbraune Wolken gemalt, die die oberen Ecken des Feldes nicht ausfüllen. Auf der Achse dieses Feldes befindet sich ein mit einem weißen Vorhang bedeckter Engel, der ein grünes Blatt in der Hand hält. Die unterste Bühne ist die wichtigste für das Programm der gesamten Aufführung. Durch die Tür auf der rechten (vom Betrachter) Seite der Komposition gelangt man in den Raum des Hl. Wenzel mit einem Diener: einem älteren Mann mit Bart, gekleidet in ein grünes Gewand. Wenzel macht mit dem linken Fuß einen Schritt nach vorne, er ist deutlich in Bewegung dargestellt. Der obere Teil der Silhouette und der Kopf sind zu 3/4 dem Betrachter zugewandt; das sichtbare Gesicht eines Mannes in der Blüte seines Lebens, mit dunklen Stoppeln, Bart und langen Haaren. Der rechte Arm des Heiligen ist am Ellenbogen angewinkelt, die Hand senkrecht erhoben, sichtbar auf Höhe der Brust, und hält ein Bündel Holz, das er unter der linken Achselhöhle trägt, mit der linken Hand hält der Fürst die Mantelklappe hinten, unten. Wacław trägt reich plissierte Gewänder (die den Eindruck von Bewegung verstärken): ein grünes Unterkleid, einen roten Umhang mit Hermelinkragen, hohe braune Stiefel und eine rote Mitra, die unten mit einem Hermelin verziert ist. Ein Glanz umstrahlt den Kopf des Heiligen, durch dessen Licht sie den Raum betraten. Eine Gruppe armer Menschen füllt den linken (vom Betrachter aus gesehen) Teil des Kompositionsfeldes (2/3 des unteren Feldes). In diesem Teil der Komposition sind mehrere Personen um einen rechteckigen Tisch versammelt, der unten in der Mitte steht. auf einem braunen Boden platziert. Auf dem Tisch liegen zerknitterte grau-weiße Tischdecken und braunes Geschirr. Im Hintergrund sind mehrere Personen zu sehen, hinter dem Vordergrund tauchen Köpfe und Figuren im Hintergrund auf. Unter diesen Personen sind im Vordergrund folgende hervorzuheben: links (vom Betrachter aus gesehen) ein hockender oder kniender Mann, der sich zu den Füßen des Heiligen neigt, und weiter rechts (heraldisch) eine junge Frau mit blonden Haaren, mit ein Kind, das auf einem Sessel neben dem Tisch sitzt. Hinter dem Tisch wenden sich die nächsten Helden der Szene: Frauen und Männer, sichtbar in Halbfiguren, dem Heiligen zu. Die Gewänder der beschriebenen armen Menschen gibt es in verschiedenen Farben: Grauweiß, Blau, Rot, Grün und Braun.
Geschichte: Das Gemälde gehört zu der Serie, die an den Wänden des Kirchenschiffs angebracht ist und zwei heiligen Patronen der Kirche (und gleichzeitig den Patronen der Länder, aus denen sie kamen) gewidmet ist: Stanislaus, der Bischof von Krakau und ein Märtyrer, und Wenzel, der böhmische Fürst und ebenfalls Märtyrer. Gefördert wurde das Werk vom bekannten schlesischen Magnaten Christoph Ferdinand von Nimptsch. Im Jahr 1706 beauftragten die Jesuiten einen unbekannten Oppelner Maler mit der Anfertigung des Gemäldes.
Besonderheiten: Die Entscheidung, für die Kirche in Schweidnitz große Gemälde anzufertigen, die das Leben ihrer Gönner veranschaulichen, war aufgrund des lebendigen liturgischen Kults der erwähnten Heiligen in dieser Kirche naheliegend. Die Jesuiten finanzierten nur ein Gemälde, während die anderen z. Vertreter des schlesischen Adels. Zu dieser Gruppe gehört das besprochene Gemälde, gestiftet von Christoph Ferdinand Graf von Nimptsch. Er wählte einen eher typischen Berufsweg im Dienste der Habsburger, verfügte aber auch über ein beträchtliches Vermögen, das er von seinen Vorfahren geerbt hatte. Das von ihm finanzierte Gemälde galt lange Zeit als Werk von Jeremias Joseph Knechtl, der im Jesuitenarchiv als Autor von Gemälden aus dem Leben der Heiligen Stanislaus und Wenzel erwähnt wird. Erst die jüngsten Forschungen von Emilia Kłoda, der Autorin der Monographie des Malers aus Liegnitz, schließen seine Urheberschaft an diesem Werk aus (der Fall ähnelt einer der Darstellungen, die eine Szene aus dem Leben des Heiligen Stanislaus darstellen – Hl. Stanislaus). verteilt Almosen). Das bedeutet, dass die Jesuiten für die Serie der großen Gemälde aus dem Kirchenschiff einen weiteren schlesischen Künstler engagierten. Es ist zu erwähnen, dass das Thema des Werkes bis vor Kurzem falsch interpretiert wurde, was wohl auf den erschwerten Zugang zum hochhängenden Gemälde zurückzuführen ist.
Bibliografia
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Dariusz Galewski, Jezuici wobec tradycji średniowiecznej. Barokizacje kościołów w Kłodzku, Świdnicy, Jeleniej Górze i Żaganiu, [seria: „Ars Vetus et Nova”, Redaktor serii W. Bałus, T. XXXVI], Kraków 2012, s. 194 i 222 oraz tamże przypisy 29 i 30 (określenie ikonografii dzieła jak we wcześniejszej pracy autora).
Jeremias Joseph Knechtel (1679-1750). Legnicki malarz doby baroku, Pod redakcją Andrzeja Kozieła i Emilii Kłody, [katalog wystawy], Muzeum Miedzi w Legnicy, Akademia Rycerska, październik 2012 – kwiecień 2013, Legnica 2012, poz. kat. A.96-A.101 na s. 192-198 – tekst opr. Emilia Kłoda: na s. 195 wzmianka o obrazie (jego temat określony jako Św. Wacław przed skruszonym wrogiem padającym mu do nóg) uznająca ten obraz za dzieło innego artysty (brak il.); kompletne zestawienie literatury do obrazów z obu cykli – s. 194.
Barbara Skoczylas-Stadnik [tekst], Franciszek Grzywacz [fotografie], Katedra świdnicka perłą Dolnego Śląska, Legnica 2016, s. 39, il. prawa na s. 39.
Sobiesław Nowotny, Herby na ramach wielkich obrazów w nawie głównej świdnickiej katedry, Świdnica 2021, opracowanie historyczne w Archiwum Firmy Konserwatorskiej Piotr Białko w Krakowie [wydruk].





